============================================= DER KNAUSERER die 1. Online-Zeitung fuer Sparsame ============================================= Ausgabe 06/2003 Knauserer-Homepage: www.knauserer.com ----------------------------------------------------------------------- Inhaltsverzeichnis: * Schuldenberge: Antischuldenkampagne des Knauserers (Teil 2) * Zeitreise: Aus dem ersten österreichischen Kochbuch (1696) (üppig war das Barock nur für Könige und Kaiser) * Frisch aus der Hexenküche - Tipps zur Naturküche * Die besten Spartipps von Eltern für Eltern * Ebay wirkt - meine persönlichen Erfahrungen mit den Onlineauktionen * Sparen beim Drucker - die "Tankstelle" im Büro * Mit kleinen Tipps viel sparen * Helfen Sie sparsame Ideen zu finden! ----------------------------------------------------------------------- In eigener Sache: Liebe Leser, ganz herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche zum kommenden Baby. Und auch ganz herzlichen Dank für die vielen Spartipps, die man als Anfänger auf diesem Gebiet sehr gut gebrauchen kann. (Die vielen Tipps konnte ich euch natürlich nicht vorenthalten und habe daraus einen schönen Artikel gestrickt.) ----------------------------------------------------------------------- * Schuldenberge: Antischuldenkampagne des Knauserers (Teil 2) Und heute gibt es das Action-Programm zur Entschuldung. Natürlich biete ich euch nichts Neues an, eigentlich nur ein 6-Punkte-Programm, das helfen soll, mit Schulden anders umzugehen: 1. FANGEN SIE AN ÜBER GELD ZU SPRECHEN Ein Tipp, der im Umgang mit Geld immer am Anfang stehen sollte: Geld hat bei uns einen Igitt-Faktor, der seinesgleichen sucht. Wer Geld in der Öffentlichkeit thematisiert ist schnell geizig, was noch ein freundlicher Ausdruck ist. Keiner Firma würde es einfallen, ohne einen soliden Investitionsplan größere Investitionen zu tätigen. Zu leicht bringt man das Unternehmen ins Wackeln. Und im privaten Bereich: mit wie wenig Hirn werden da sogar ganz große Dinge gekauft. Zumindest in der Familie sollte man seine größeren Anschaffungen dis- kutieren und durchrechnen und nicht nach der Methode: ich kauf jetzt das und wehe du sagst nicht ja. Redet und diskutiert über geplante Ausgaben!! 2. SCHULDEN ORDNEN Der erste Weg aus den Schulden benötigt einen Zeitaufwand von einem Abend. Ordnet alle Unterlagen: a) Welche Kredite habe ich laufen? Wie lange läuft der Kredit? Wie hoch ist die Verzinsung? Wie habe ich den Kredit besichert? b) Ist mein Auto geleast? Wie hoch ist die Verzinsung und der Rest- wert? Wie lange läuft das Leasing noch? Wie viel ist mein Auto laut Liste jetzt wert? c) Ist mein Konto überzogen? Ist es laufend überzogen oder nur fallweise? Wie hoch ist mein jährlicher Zinsaufwand in Prozent und in effektiven Zahlen für die Überziehungskredite? Wie hoch ist mein Rahmen? d) Wie ist der Stand bei meiner Kreditkarte? Wie hoch sind meine monatlichen Kreditkartenrechnungen? e) Wo habe ich offene Rechnungen? Wie hoch sind meine Handyrech- nungen ca. im Monat? Wie sieht mein Stand bei Versandhäusern aus? Belegt alle eure Antworten mit Belegen. Es fehlt ein Beleg, dann wenn möglich anfordern. 3. BILANZIEREN und ANALYSIEREN Einen zweiten Abend investieren wir in die persönliche Bilanz: Die Höhe der Passiva (also der Kredite) müßten wir bei der Hand haben (vom vorigen Abend) und rechnen uns die jährlichen Kosten für diese Kredite, Überzieher etc. aus. Und jetzt stellen wir unsere Vermögenswerte diesen Passiva entgegen. Wohnung, Auto- zeitwert, Jahreseinkommen, sonstige Werte Was übrig bleibt ist in einfachen Worten, das was man zum Leben hat. Hilfreich könnte hier der Finanzplan in der Alles-Gratis-Abteilung sein, der ursprünglich fürs Sparen entwickelt wurde. Und jetzt vergleicht die Positionen. Wieviel man doch an un- nötigen Zinslasten jährlich berappt? Wieviel Geld im Verhältnis schon fix verplant ist für Kredite? Sehr aussagekräftig wären auch Monatsbilanzen, die Monat für Monat verglichen werden (graphische Darstellung bewirkt Wunder!). Steigen meine Ausgaben immer gleich an, wenn ich höhere Einnahmen habe. Neige ich zu großen Ausgaben, sobald ich wieder etwas Luft habe? Was passiert, wenn jetzt die Einnahmen sinken? Kann ich meine Ausgaben genauso schnell zurückfahren? Wer ein Schuldenproblem hat, der kontrolliert sich am besten, durch Bilanzen, Ausgabeaufstellungen oder eine persönliche Buch- haltung (siehe auch Knauserer 02/2002 - Haushalten wie die Profis) 4. KOSTENFALLEN AUSHEBEN Die Bilanz zeichnet uns ein düsteres Bild? Dann ist es an der Zeit die klassischen Kostenfallen heranzuziehen und uns selber zu kontrollieren, wie wir hier liegen (oder ob wir über dem sinnvollen Maß liegen): Kostenfalle AUTO Ein Auto sollte maximal drei Nettomonatsgehälter kosten (lt. Bodo Schäfer). Ich bin sonst kein Bodo-Schäfer-Fan, aber der Ansatz gefällt mir. Und ich wette, dass jetzt sogar einige meiner sparsamsten Knauserer ganz gehörig ins Rechnen kommen. Kostenfalle WOHNEN Auch hier wird viel zu überdimenssioniert gewohnt. Ich schlage jetzt als Diskussionsbasis einen Platzbedarf von ca. 25 m2 - 30 m2 pro Person vor. Kostenfalle FERNSEHER Der Fernseher ist eine eher versteckte Kostenfalle, denn es ist weniger der Anschaffungswert als die "geheimen" Botschaften, die er in unser heiliges Wohnzimmer infiltriert. Pro Tag sollte 1 Stunde Fernsehen reichen (auf einem Fernseher pro Familie). Kostenfalle KONSUM Konsum ist eine Kostenfalle und sie ist eine sehr gefährliche, denn sie nährt sich aus vielen Quellen. Wie hoch ist mein Be- kleidungsbudget (EUR 1.000/Jahr/Person wäre ein Richtwert.) Wie viel gebe ich für Ernährung/Lebensmittel aus? Inkl. Restau- rantbesuchen fände ich einen Wert von 200 EUR/Person mehr als ausreichend. Gehe ich öfter als einmal die Woche aus? Liegen meine Telefonkosten über 50 EUR/Monat? All das sind keine Knausererwerte sondern normale vertretbare Mittelwerte. Kostenfalle FAMILIE Klingt ein bißchen grausam, ist aber so. Holt eure Familie mit ins Boot. Setzt euer Familienbudget mit deren Ausgaben in Ver- bindung. Schärft auch deren Verständnis für Einnahmen/Ausgaben. Kostenfalle MITHALTEN IHR müsst eure Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunde nicht über- trumpfen. Auch deren gespielter Reichtum ist vielleicht auf Sand gebaut oder ihr finanzieller Hintergrund ist einfach durch ein begüteteres Elternhaus stärker. Zu diesem Thema fällt mir auch das Thema übertriebene Geburts- tags- und Weihnachtsgeschenke ein. Kostenfalle BERUF Der Beruf kann eine Kostenfalle sein. Ein Beispiel: ich hatte eine Kollegin, die sehr unglücklich mit ihrer Arbeit war. Sie könne aber nicht kündigen, da sie ihre Ausgaben decken müßte. Eine längere Diskussion brachte uns zu einem interessanten Er- gebnis: ihre größten Ausgaben waren ein Auto, das sie brauchte, um ihren Weg in die Arbeit zu bestreiten, und die Bürokleidung. Sie arbeitete also, um sich Dinge leisten zu können, die sie brauchte, um zu arbeiten (ein Perpetuum mobile!!). PS: Sie arbeitet immer noch in dem selben Job, jammert immer noch, hat aber neues Auto. 5. ZIELE SETZEN UND STUFENPLAN ENTWICKLEN Bis jetzt haben wir drei Abende investiert, kennen unsere Schulden und ihr Verhältnis zu unseren Ausgaben. Wir haben auch vielleicht entdeckt, wo wir in Kostenfallen tappen. Jetzt ist es an der Zeit uns ein Ziel zu setzen. Ein Ziel sollte nicht zu utopisch sein, aber herausfordernd. Und es soll einen Zeit- plan haben: Ein gutes Ziel ist: - Reduktion der Konsumschulden auf Null innerhalb von 2 Jahren - Schuldenfrei in 5 Jahren Und zur Erreichung dieses Ziels formulieren wir Etappen, die wir sinnvoll erreichen können. Ein Beispiel könnte wie folgt aussehen: 1. Abbau des Überziehungskredit binnen 6 Monaten Schritt 1: Senkung der Konsumausgaben um 10 % im ersten, und um 20 % im zweiten Monat Schritt 2: Mit dem Urlaub aussetzen und einen Billigwanderur- laub in der Umgebung machen Schritt 3: etc. 2. Schaffung einer Rücklage von 2000 EUR für Unvorhergese- henes binnen 1 Jahr 3. etc. 6. LAUFENDE KONTROLLE Kontrolliert eure Monatsbilanzen und eure Ziele regelmäßig und notiert euch Abweichungen. Vielleicht ist mein 6-Punkte-Plan ein bißchen konfus, aber er sollte ein Anreiz sein, aktiv mit dem Entschulden zu beginnen. ----------------------------------------------------------------------- * Zeitreise: Aus dem ersten österreichischen Kochbuch (1696) (üppig war das Barock nur für Könige und Kaiser) Keine Epoche steht mehr für Dekadenz und Üppigkeit als das Barock. Dabei vergißt man zu leicht, dass das arme Volk gerade in dieser Zeit schwer von Kriegen und Seuchen gebeutelt war. Als Zeitzeugen dieser Zeit habe ich mir die Arbeit gemacht und ein paar spannende Rezepte aus dem ersten österreichischen Kochbuch - dem Grazer Kochbuch von 1696 (Originaltext unter http://staff-www.uni-marburg.de/~gloning/graz2.htm ) übersetzt. Das Kochbuch ist etwas süßspeisenlastig. Für alle die der süddeutschen Mundart mächtig sind, ist das Kochbuch ganz lustig zu lesen (die Rezepte, die meine Oma von Hand aufgeschrieben hat, klingen ähnlich). Die Übersetzungen holpern natürlich und gekürzt habe ich auch ganz kräftig. Wie man Bauernkrapfen macht Man nehme 2 ganze Eier und drei Dotter und gebe es in eine Schüssel. Gut verrühren. Dann ca. 500 g Zucker in die Schüsel geben und nochmal gut mixen. Dann ca 70 g gehackte Mandeln, eine Zitronenschale, Muskatnuß und Mehl dazugeben, bis man einen dünnen Teig erhält. Diesen Teig aufs Blech geben mit Mandeln bestreuen und bei Oberhitze backen. Wie man Biskotten macht Man nehme 500 g Zucker und gebe ihn in eine Schüssel, dazu gebe man 12 Eier und verrühre es sorgfältig zu einem Teig. Danach nehme man ca. 250 g Stärke und 250 g feines Mehl und rühre es in die Eier und den Zucker. Durch einen Trichter in Form von Biskotten auf ein Backpapier formen und backen. Noch warm vom Papier lösen. (Die Übersetzung ist sehr frei, für Puristen hier das Original: NJmb 1. Pfund gefähten Zucker in ein Hafen/ 12. frische Ayr/ von denselben die Vöglen alle hinweg gethan/ thue die Ayr in den Zucker/ rühre es 2. Stund/ hernach nimb ein halb Pfund Stärck/ ein halb Pfund schönes Mundmehl/ <9> und rühre es in die Ayr und Zucker/ daß es wol durch einander kombt/ gieß den Taig durch ein Strauben-Trachter auff ein Papier/ in Form der Piscotten/ bachs in der Dorten-Pfann/ und schneits warmer vom Papier.) Ein gute Bier-Suppen. Man nehme starkes Bier und vermische es mit Wasser. Man gebe zu dem Gemisch 4 Eidotter und etwas Rahm und lasse es aufkochen. Vor dem Servieren ein Stück Butter darin zergehen lassen und Brotwürfel ein- brocken. Ein gutes Oepffel-Koch. (Ein gutes Apfelmus) Man schneide saure Äpfel in Spalten und wälze sie in Mehl und backe sie in Schmalz heraus. Danach klein hacken, drei Eier, süßen Rahm, etwas Semmelbrösel, Zucker und Zimt dazugeben. In einer Pfanne Butter oder Schmalz heiß werden lassen und das Apfel-Teig-Gemisch hineinschütten und einige Zeit kochen lassen. Schnee-Milch Man gebe in eine Schüssel ca. 2 l Milch und 5 Eiklar und verquirrle es mit einander bis es schäumt. Danach gebährte Semmeln in eine Schüssel geben und zuckern und mit Zimt bestreuen. Danach die aufgeschäumte Milch darübergießen. Hobelschaiten (Hobelspäne) Man nehme 500 g Mandeln (1/4 gemahlen, 1/4 gestiftelt) und vermische sie mit Wasser und zuckere kräftig. Man nehme Oblaten und schmiere das Mandel- gemisch dick darauf und garniere mit Zitronenschalen. Alles braun backen. ----------------------------------------------------------------------- * Frisch aus der Hexenküche - Tipps zur Naturküche Anfänglich sollte hier ein Beitrag zu Mieten stehen, der mir selber inhaltlich zu dünn war. Ich brauche dringend eure Hilfe zu diesem Thema: Wo wird bei Mieten gerne gemogelt? Wo gibt es Sparpotentiale? Dringende Hilfe!!! Dafür gibt es einen kurzen dafür aber umso fundierteren Beitrag aus der eigenen Küche. Frühling ist's und da bin ich besonders kreativ und probiere gerne aus. Gerade jetzt wo alles so wächst und gedeiht. Und hier sind meine letzten Errungenschaften Spaghetti mit Spinat und Vogelmiere Vogelmiere ist diese üppig wuchernde Pflanze mit diesen ganz kleinen weißen sternförmigen Blütenköpfen, die nur zugerne im Garten Fuß faßt. Statt Spinat geht natürlich auch Brennessel. Zwiebel würfelig schneiden und bei Bedarf Speck oder Wurstreste braun braten. Spinat und Vogelmiere etwas vorschneiden und die dicksten Sten- gel heraussortieren dann zum Zwiebel geben und anbraten. Mit Wasser aufgießen und etwas einkochen lassen. Gewürze wie Oregano, Schnittlauch, Petersilie dazugeben, salzen und pfeffern. Dann Milch, Rahm oder Ricotta beigeben und einkochen lassen bis alles eine etwas rahmige Konsistenz hat. Die Sauce zu Spaghetti al-dente geben, Butter drüber, Parmesan - fertig. Turbolecker, superbillig! Gartenkräuterpesto Bei mir zeigt Basilikum schon wieder Verholzungen und für mein ge- liebtes Pesto hatte ich schon wieder viel zu wenig Zutaten. Deshalb habe ich es etwas verändert: Basilikumblätter, Oreganoblätter, Schnittlauch, Petersilie etc. dazu etwas Vogelmiere (ist relativ geschmacksneutral) und Rucolasalat, alles im Mörser klein mörsern. Dann Olivenöl dazugeben (Pinienkerne, wenn wer hat), Parmesan reiben und dazugeben, salzen, jetzt die richtige Mixtur finden und vermengen bis sich eine sämige Sauce ergibt. Schmeckt nicht ganz Original ist aber auch lecker. Gartenkräuterbruschetta Bruschetta ist italienisches Spezialbrot, das ähnlich wie Pizza verkocht wird. Man kann auch Toast nehmen. Bruschetta leicht mit Tomatensauce bestreichen (nicht zuviel sonst wird das Brot zu weich). Dann wie eine Pizza belegen. Meine Version: 2 Blatt billige Wurst, viel Gartenkräuter wie Oregano, Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, in feine Scheiben geschnittener Parmesan, Rucola und etwas Mozzarella. Hat sensationell geschmeckt. Holunderblütendessert Aus Milch, Ei, Zucker und Mehl einen einfachen Omelettenteig machen. Ca. 20 - 30 Holunderblüten (je größer desto besser) in diesen Omeletten- teig tauchen, etwas abtropfen lassen und dann in heißem Fett heraus- backen bis sie goldgelb bis braun werden. Alles mit Staubzucker bestreuen. Dazu lecker ist Marmelade, Holunder- mus (vom Herbst) oder einfach ein Glas Milch. Der Geschmack ist phantastisch. Und noch was ganz anderes: Neurodermitisbad Leider plagt mich momentan wieder meine Neurodermitis und Cortison ist jetzt schon ganz out. Also mußte was ganz Gesundes her: 1/8 Liter Milch und 3 Esslöffel Olivenöl in nicht ganz heißes Wasser leeren und darin 15 Minuten baden. Nach 5 Tagen war der Anfall weg. Klingt ziemlich dekadent und teuer ist es aber nicht. Man spart das Medikament, den Badezusatz UND die Badelotion nachher, denn eine Haut hat man wie ein junger Pfirsich. Gegen Nacktschnecken Ich gestehe: ganz ohne Schneckenkorn ging es nicht. Aber ich habe auch eine Entdeckung gemacht. Am Eingang meines Gartens habe ich für die Schnecken eine Barriere aus Oregano gepflanzt (eine dünne aber geschlossene Saatreihe) und da kommen sie nicht rüber, denn Oregano müssen sie hassen ----------------------------------------------------------------------- * Die besten Spartipps von Eltern für Eltern Danke, danke, danke für die vielen Tipps rund ums Baby und für Klein- kinder. Die vielen super Tipps mußte ich euch natürlich umgehend präsen- tieren: Nützliche Tipps zur Nützlichkeit von Babyartikeln von Berta (danke nochmal!!). Die Tipps sind gekürzt - in voller Länge könnt ihr sie aber in den diesmonatigen News nachlesen: 1. Mikrowellensterilisatoren halte ich für weniger geeignet, da manche Kunststoff-Fläschen mit dem Hinweis versehen sind, sie nicht in die Mikrowelle zu geben, da dies zu Schäden am Fläschchen führen kann. Sinnvoll ist ein Gerät, das nach der Babyzeit weiterverwendet werden kann, etwa jenes von Nuk zum Gemüsedämpfen. 2. Beim Kauf des Tragetuchs ist nicht nur auf eine gute Qualität zu achten - einerseits soll es so dehnbar sein, dass es sich dem Baby anschmiegt, andererseits soll es bei Belastung nicht über die Maßen nachgeben - sondern auch auf das Muster. a) Das Tuch soll von beiden Seiten schön sein, da es beim Binden teilweise verdreht wird. b) Streifen oder zumindest zwei verschiedenfarbige Längsseiten er- leichtern das Finden der Seite, die Nachgezogen werden muss, wenn z.B. das Köpfchen nicht genug unterstützt ist. 3. Beim Kinderwagenkauf sollte auf folgende Punkte geachtet werden: Breite: Benützt man häufig öffentliche Verkehrsmittel so ist der Radabstand zu beachten. Am besten bei den zuständige Verkehrsbetrieben nachfragen. Sportwagenaufsatz: Hat der Erstlingswagen eine zweiten Aufsatz, so lohnen die Anschaffungskosten. Dabei sollte der Sportwagenaufsatz so sein, dass das Kind mit nur geringer Unterstützung ein- und aussteigen kann (schont die Wirbelsäule) Auto: Soll der Wagen ab und zu im Auto mit, so ist es gut, das Einpacken vor dem Kauf zu probieren. Sonnensegel: Wer sich die Anschaffung für einen Sonnenschirm sparen will (den man während der Fahrt ständig neu justieren muss), kann sich ein Sonnensegel nähen oder bestellen. http://www.sonnen-segel.de/ 4. Zum Kindersitzkauf unbedingt das / die Auto(s) mitnehmen. 5. Zur Diskussion Papier- oder Stoffwindeln findet man in vielen F oren Berechnungen und Angaben über Vor- Und Nachteile. Meine Anmerkungen dazu: a) In vielen Gemeinden Österreichs bekommt man zum Ankauf von Stoffwindeln einen Gutschein, der einen Teil der Kosten abdeckt. Wichtig: Man muss vor dem Kauf darum ansuchen. b) Stoffwindeln stellen eine einmalige Anschaffung dar und bleiben bis zum sauber Werden. (Allerdings sind sie in den ersten Wochen sehr sehr groß) c) Dennoch bevorzuge ich unterwegs Papierwindeln, da man das Stinke- packerl nicht bis nach Hause tragen muss. Bis zum nächsten Mistkübel stecke ich die Windel in ein kleines Säckchen (etwa jene, die Feibra regelmäßig mit Reklame an der Tür hinterlässt). d) Zu Hause sind Waschlappen wesentlich geschickter als Feuchttücher (kosten irr viel und verschmieren viel). Unterwegs greife ich auch zum Wegwerfprodukt. 7. Für die ersten Wochen kann man anstelle eines teuren Stubenwagens einen geflochtenen Wäschkorb verwenden. Rüschen sind schnell aus einem Rest genäht (beim Bummeln in den Restekisten von Stoffgeschäften schauen, dort findet man herzige Kinderstoffe). 8. Aus den ersten Sachen wachsen Babys schnell heraus. Da ist es günstig, wenn man nicht zu viel kauft. Wenn Babys trenzeln, muss man sie nicht gar so oft umziehen, wenn man ihnen auch außerhalb der Essenszeiten ein Barterl (Lätzchen) umbindet. Zum Thema Waschen: Gallseife sollte in keinem Babyhaushalt fehlen: Stuhl- flecken gehen damit immer heraus, was bei normalem Pulver nicht der Fall ist. 9. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man immer etwas zu trinken und eine kleine Mahlzeit mitnehmen. Dies erfordert relativ wenig Aufwand und man kann enorm viel sparen, wenn man unterwegs nicht auf Dreh-und-Drink und co in (überteuerten) Raststätten angewiesen ist. Außerdem vermeidet man das zuckerhältige und chemische Zeug. 11. Die Anschaffung eines Babyphons sollte gut überlegt werden. In einer Wohnung kann man durchaus darauf verzichten, da das Gerät wegen der Strahlungsleistung mindestens 2 Meter vom Babybett entfernt aufgestellt werden soll. Das entspricht meist der Entfernung Kinderzimmer - Schlaf- zimmer. 12. Viele Hinweise zu Babyartikeln findet man auf www.oekotest.de. Die allgemeinen Informationen, aus denen man schon sehr viel zur persönlichen Entscheidungsfindung herauslesen kann, sind gratis. Erfahrungsbericht von Profiknauserern und ebenso erfahrenen Eltern von Jeanette: [...9 Das ging schon damit los, dass wir montags in die Zeitung (natürlich die bei den Großeltern) schauten, was Schlecker im Angebot hat. Alle paar Wochen sind dort Markenwindeln im Angebot. Wir haben den Preis auf die Stückzahl runtergerechnet und sind bei Fixis bzw. Moltex gelandet. Es gibt ja unterschiedliche Größen und je nach Alter/ Gewicht des Kindes immer weniger Windeln in der Packung. Und wer da sagt, Aldi-Windeln sind die günstigsten, hat noch nie Sonderangebote der Drogerie-Märkte genutzt. Und uns war es dann auch so ziemlich egal, wenn die Leute uns ansahen, wenn wir mit 6 Paketen aus dem Laden gingen. (Anm. d. Redaktion: ich würde euch voller Stolz anschauen ;))))) Ebenso verhält es sich mit Feuchttüchern u. Pflegemitteln. Kauf auf Vorrat eben. Auch, was Spielzeug betrifft, sind wir der Meinung, dass Klasse vor Masse geht. Wobei wir bei den Großeltern natürlich auf Widerstand treffen. [...] Ich habe mir deshalb zur Angewohnheit gemacht, alle diesbezüglich überflüssigen Sachen mit zu den Großeltern zu geben, wo sie dann auch bleiben. Dann müssen sie selbst sehen, wo sie den Überfluß an Spielsachen unterbringen. Zumal die Kinder am Ende gar nicht mehr wissen, womit sie zuerst spielen sollen. Am besten sind selbst ausgedachte Spiele und die Steinchen auf dem Hof. Grasstengel, die im Rinnsal als Schiffchen ihren Weg suchen. Kinder sind mit einfachen Sachen zu begeistern. Sonst führt der Überfluß zum Frust und am Ende kennen die Kinder keine Grenzen und Überfluß wird zur Normalität. Das fängt beim Spielzeug an und hört mit den neusten Jeans und sau-teuren Turnschuhen mit 15 noch lange nicht auf. (Schöner kann man es wohl gar nicht schreiben. Liebe Jeanette, danke für diesen Schlußsatz mit Gänsehautgarantie!!) ----------------------------------------------------------------------- * Ebay wirkt - meine persönlichen Erfahrungen mit den Onlineauktionen Es hat bei mir vielleicht etwas länger gedauert, aber bei meinen Streifzügen günstig zu Babysachen zu kommen, bin ich auf Ebay gestoßen. Meine Erfahrungen sowohl käuferseitig als auch verkäuferseitig sind durchwegs positiv. - Ebay sichert sich entweder durch eine existierende Adresse (bei Men- schen, die keine Kreditkarte eingeben) oder durch eine Kreditkartennummer ab, dass es den Neuling auch wirklich gibt. - Ebay kontrolliert laufend, ob Angebot auch rechtens sind und nimmt ungesetzliche Angebot auch aus der Versteigerung. Man hat also nicht den Eindruck im rechtsfreien Raum rumzubieten. - Das Bewertungssystem motiviert jeden zu Disziplin. Meine Erfahrungen zum Kauf von Produkten: Besonders bei ebay.at hat man die große Chance auf Schnäppchen, weil einfach weniger Menschen mitbieten. Meine Errungenschaften: ein Babyphone um 1 Eur, eine Bauchtrage um 2 Eur und eine Babyschale um 2 Eur. Alle Produkte gut in Schuss und für den Zweck mehr als ausreichend. Alle Kontrakte waren bisher nett und die Kaufabwicklung prompt erledigt. Als Anfängerfehler habe ich auch mal ein Produkt ersteigert, das ich dann nicht nehmen wollte. Die Verkäuferin war verständnisvoll, mit ein paar netten Emails, bei denen ich meinen Standpunkt erklärt habe, war die Sache erledigt. Es gilt aber immer, freundlich sein, schnell reagieren, dann ist auch der Verkäufer selten sauer. Tipps: - Beschreibung des Produktes aufbewahren und mit dem gelieferten Artikel vergleichen, reklamieren, wenn das Produkt nicht entspricht - Beschreibung des Produktes genau lesen. Verkäufer muss auf Mängel hinweisen - Versandkosten genau ausmachen - Zahlungskosten im Auge behalten. Überweisungen ins Ausland können die Sache unnötig verteuern. - Auch wenn manche Dinge noch so billig sind: EIGENBEDARF IMMER HINTERFRAGEN. Man sitzt schnell auf Dingen, die man dann nicht braucht und bei Ebay geht es besonders schnell!!!!!! - Achtung das Höchstgebot ist bindend und stellt einen gültigen Kauf- vertrag dar!!!!!!!!!!!!!!!!!! Meine Erfahrungen zum Verkauf von Produkten: In jedem Haushalt sammeln sich Dinge an, die man einfach nicht mehr verwendet. Wegwerfen kommt nicht in Frage, da die Dinge noch einen Wert darstellen. Da ist Ebay machmal eine willkommene Alternative!! Alle bisher von mir verkauften Artikel haben einen reellen Preis er- zielt, wurden schnell abgeholt und prompt bezahlt. Tipps: - Produkt immer mit Foto zur Auktion anbieten - Produkt genau beschreiben (auch die Mängel!!!) - keine Versandkosten angeben!! Diese erst nach Abschluss mit dem Käufer ausmachen. - alle Angebote sauber verwalten, auf Anfragen prompt antworten - wenn jemand die Ware dann doch vorzeitig verkaufen kann, nicht vergessen Auktion zurückzuziehen, sonst gibt es Mecker - Ware sauber verpacken!! - Keinen Schrott verkaufen, sondern noch funktionierende Ware. - immer auf den Zahlungseingang warten! Ebay ist eigentlich eine gute Einrichtung, die relativ gesittet abläuft. Dass es hier nicht auch Gauner gibt, ist nicht auszuschließen. Ihr könnt gerne bei mir in Ebay vorbeischauen: http://members.ebay.at/aboutme/knauserercom/ ----------------------------------------------------------------------- * Sparen beim Drucker - die "Tankstelle" im Büro Neben dem Thema Baby, brennt auch das Thema Drucker ganz gehörig auf der Knausererseele. Hier die besten Tipps: Thomas "tankt" seine Tintenpatronen selber auf: hier die Anleitung! [...] unter anderem kommt das Thema Tintenstrahldrucker zur Sprache. Besonders für Leute die öfters drucken eine größere Sparquelle. Die Drucker bekommt man ja heutzutage recht preiswert, dafür kann einem beim Kauf von neuen Farbpatronen schlecht werden. Die sind ja fast teuerer als ein ganzer Drucker (mit halbvollen? Patronen). Ok, es gibt auch Patronen von anderen Herstellern? - Stop, meist ist es doch "nur" eine aufbereitete Orginalpatrone (wegen Patenten auf dem Orginal?). Aber wenn andere Firmen die Patronen auffüllen, warum dann nicht selbst machen? Ich tanke meine alten Canon 4200-Patronen mit Farbe aus der Flasche und einer Spritze nach (mit etwas Übung Sache von Sekunden). Bei einen alten HP-Drucker wurde passende Farbe auch noch mit destillierten Wasser verdünnt (aber das Nachfüllen gestaltet sich problematischer -Patrone hat Unterdrucksystem). Doch Vorsicht, Tinte ist nicht gleich Tinte. Was bei einer Patrone prima klappt, führt bei einem anderen Typ zu Verstopfung oder einer Sauerrei. Empfehlen möchte ich dazu die Seite: www.enderlin.com dort wird für viele Patronen erklärt, wie man wieder Farbe reinbekommt. auch Tips, die Hürden der Hersteller zu umschiffen, finden sich dort. Die FAQ gibt es zum geizigen offline-lesen und ein Forum klärt dann hoffentlich die letzten Fragen. Noch ein Tip von mir zum Thema Drucker. Wieso eigentlich einen neuen Drucker kaufen und erst hinterher an die Kosten denken? Lieber andersherum. erst suchen, welche Patronen man evtl besonders günstig bekommt (leer geschenkt?), dann nachforschen, ob die leicht und günstig nachzufüllen gehen. Nach dieser Patrone einen passenden (gebrauchten) Drucker suchen. Evtl. kann da die zusätzliche Anschaffung eines Zweitdruckers (für den 08-15-Ausdruck mit Billig-Tinte) günstiger werden, als (nur) ein hochwertiger Drucker. ----------------------------------------------------------------------- Mit kleinen Tipps viel sparen! Internettipp: http://www.simplify.de: Vereinfacht euer Leben! Schöne Seite, tolle Newsletter. Unbedingt reinschauen! KEINE STRUMPFHOSEN ZUM ZUSAMMENBINDEN VON ALTPAPIER!! Anmerkung zum Tipp in den News: Wenn man alte Strümpfe zum Zusammenbinden von Altpapier verwendet, macht man den Recyclingbetrieben keine Freude. Die Schreddermaschinen haben - so kürzlich in einem Bericht erwähnt - schon Probleme mit den Geschänkbänder (die es in Eiform zu kaufen gibt), weil sie kaum zu zerkleinern sind. Verwendet lieber alte Papersäcke (Verpackung von Katzenstreu, eingerissene Trageschlafen) oder Schachteln. Die Fehlwürfe, und dazu gehören auch Strumpfhosen, machen das Recycling leider unrentabel. (Danke an Berta für diesen wertvollen Hinweis) BROTSUPPE MIT ÄPFELN (Rezept von Jeanette) Brotreste werden mit geschälten und geschnitzelten Äpfel, dem nötigen Wasser, etwas Zucker, Zimt und Zitrone unter Rühren weich gekocht, durch ein Sieb gerührt und süß-säuerlich abgeschmeckt. Man kann auch mit etwas Wein abschmecken. Statt Äpfeln können auch Pflaumen verwendet werden. BILLIGE ABLAGEIDEE (Tipp von Hiltrud via Mail) Ich bin ein Ablage-Freak, daher lege ich auch bei den Foto-Negativen großen Wert darauf, dass sie ordentlich und übersichtlich aufbewahrt werden. Negativhüllen zum Kaufen sind SAUTEUER, daher nähe ich sie mir jetzt selbst, und zwar aus ganz gewöhnlichen Klarsichthüllen. (Mit der Nähmaschine Quernähte nähen und Negative reinschieben - das kommt billiger und sieht sehr schön aus). GEGEN ABLAGERUNGEN AN ZAHNPUTZBECHERN (Tipp von Hiltrud via Mail) Backpulver (ist billiger als Kukident, das auch wirkt) darin auflösen und über Nacht stehen lassen etc. SPAREN MIT DEM MONDKALENDER (Eine Anregung von Hiltrud) Eine weitere Möglichkeit des Sparens ist, wenn man nach dem Mondkalender (die Tirolerin Johanna Paungger hat dazu tolle Bücher geschrieben) lebt (manche halten es für Humbug - ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht). An gewissen Tagen des Monats (vor allem bei abnehmendem Mond) braucht man viel weniger Waschmittel und Putzmittel beim Waschen und Putzen, Flecken lösen sich viel leichter etc. ----------------------------------------------------------------------- Helfen Sie sparsame Ideen zu finden! Diese Rubrik soll helfen, verschiedene Ideen meiner Leser zu (bislang) nicht geloesten Problemen zu finden. Die besten Einsendungen werden im naechsten Knauserer veroeffentlicht. Wer von euch behauptet: ich bin rundum glücklich!!!! Würdet ihr euer Geheimnis zum Glücklichsein mit uns in einem E-Mail- Interview teilen????? Meldet euch einfach via E-mail: mau@surfeu.at ----------------------------------------------------------------------- Impressum: Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca. 12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela Mauracher, mau@surfeu.at - www.knauserer.com